30 Stufen
  Echo
 
  „Verbindendes Element der Bilder ist, dass die Eingebung des Augenblicks sich bei näherer Betrachtung als nur scheinbare Augenblickslaune entpuppt. Konsequent werden die dargestellten Sujets einer der Künstlerin eigentümlichen Formensprache unterworfen: Während z. B. Städte und Gebäude einerseits organisch gewachsen und miteinander verbunden zu sein scheinen, drängen sich gleichzeitig doch immer wieder klare geometrische Formen wie Kreis, Quadrat oder Dreieck in den Vordergrund. Die Perspektive wird subjektiv verschoben und gleichzeitig bleibt alles dabei erkennbar und wirkt anscheinend vertraut. Es wird somit keine äußere Wirklichkeit, sondern vielmehr eine innere Wahrheit dargestellt.”
Aus der Laudatio von Dr. Winfried Neumann zur Ausstellung an einer der Kunststationen „Rund ums Walberla” in Pinzberg am 26.09.2014


„Auch das vorrangige Sujet, welches in den gezeigten Arbeiten dominiert, ist eine Hommage an das Bauhaus. Die Formen allerdings entspringen dem ganz persönlichen Temperament, dem Streben, Bewegung auf der Fläche sichtbar zu machen - oder aber auch dem lebendigen Organismus von Architektur, von Städten Ausdruck zu verleihen. In starker Verdichtung, an mittelalterliche Stadtbebauungen erinnernd, scheinen Häuser den Bildraum fast zu sprengen. Als würde es ihm im Häusermeer zu eng, reckt sich ein Haus empor und möchte dem Format entfliehen, auf sich aufmerksam zu machen. Die Architektur schaukelt einem Schwingen, vielleicht dem Glockenklang, der aus dem Kirchturm über der Stadt dringt, nachgebend. Statische Gesetzmäßigkeiten sind ad absurdum geführt.”
Aus der Laudatio von Margit Piontek-Wagner zur Ausstellung in der Galerie GangArt in Bad Berka am 07.03.2007